01.01.11Zunehmende Gewalt gegen Korporationen
Nachdem in den letzten Jahren die Gewalt gegen Korporationen und ihre Mitglieder rapide zugenommen hat, stellte sich unter den Teilnehmern des korporationsübergreifenden Internetforums „Tradition mit Zukunft“ die Frage einer statistischen Erhebung. In Zusammenarbeit mit dem „Convent deutscher Akademikerverbände“ (CDA) habe ich mich daher entschlossen, diese Lücke zu schließen.
Allein für den Zeitraum Januar bis Anfang August wurden mir von Farben-, Waffen- und Verbandsbrüdern 64 Straftaten mitgeteilt, die von Vandalismus (Grafitti, Farbbeutelanschläge) über Diebstahl (Mützen), Hausfriedensbruch (gewaltsames Eindringen in Häuser), Verleumdung (Fall Ahlhaus/Turnerschaft Ghibellinia Heidelberg) und Körperverletzung bis hin zu versuchter Tötung reichen. Besonders macht die schwere Brandstiftung auf Häuser und Autos (Burschenschaft Rheno-Germania Bonn im Schwarzburgbund, Markomannia Greifswald, Normannia-Nibelungen Bielefeld) betroffen, der Tod von Korporierten wird billigend in Kauf genommen.
In den meisten Fällen ist davon auszugehen, daß die Täter im linksradikalen Umfeld – dem sogenannten Antifa-Milieu – zu verorten sind. Die Gegner des Korporationswesens achten dabei nicht auf Unterschiede bei den Korporationsformen. Neben Burschenschaftern sind CVer, KVer, Sängerschafter, Landsmann- und Turnerschafter sowie Corpsstudenten Opfer linksextremistischer Gewalt geworden. Alle studentischen Verbindungen werden von ihnen aufgrund des Lebensbundprinzips, des Erziehungsgedankens, der Tradition und angeblichen Elitarismus abgelehnt.
Da die meisten Gewalttaten gegen Korporierte beziehungsweise Korporationen sowie Verbände nicht öffentlich gemacht werden, ist davon auszugehen, daß die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Gleichzeitig werden nicht alle Vorfälle seitens der Korporationen zur Anzeige gebracht. Noch schlimmer ist es um die öffentliche Wahrnehmung bestellt, da nur wenige Gewalttaten von den Medien aufgegriffen werden. Und wenn, dann werden diese verkürzt und sinnentstellt wiedergegeben, oder aber den Korporationen eine Mitschuld zugewiesen. Hinzu kommt, daß einzelne linke und linksextreme Medien verklausuliert zu weiteren Gewalttaten aufrufen.
Leider ist zu konstatieren, daß die Polizei Anzeigen von Korporationen meist nur widerwillig aufnimmt. Ein Wille zum Ermitteln fehlt überwiegend, so daß es meist zu Verfahrenseinstellungen kommt. Innerhalb der Korporationsgemeinschaft schwindet das Vertrauen in die Polizei und die Frage eines akademischen Selbstschutzes stellt sich immer häufiger.
Dennoch sollte uns dies nicht entmutigen. Mit Hilfe einer Statistik möchte der „CDA“ am Anfang des nächsten Jahres in einer Pressekonferenz beziehungsweise einer Pressemitteilung die Gewalt gegen Korporationen der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Dafür ist Ihre Mithilfe nötig. Bitte teilen Sie der Vorsitzenden alle Gewalttaten mit, die sich innerhalb der letzten drei Jahre gegen Ihre Burschenschaft gerichtet haben. Je detaillierter die Informationen sind, desto valider wird die Statistik – siehe Vorlage. Wichtig sind besonders Photos, die das Ausmaß der Zerstörungswut belegen. Die Vorsitzende wird dann die Informationen an mich weiterleiten. Sie können mir die Informationen auch direkt über E-Post zuleiten. Meine Kontaktdaten finden Sie auf burschentag.de.
Folgende Informationen sind wichtig: Tattag und Tatzeit, Tatort, Opfer (Korporation), Verband, Politisch motivierte Tat (Ja/Nein) – Wer?, Sachschaden, Schadenssumme in Euro, Anzeige bei Polizei (Ja/Nein), Verfahren eingestellt (Ja/Nein), Gerichtsverfahren (Ja/Nein), Bilder, Medien (Ja/Nein).
Ich möchte mich im vorhinein für Ihre Unterstützung bedanken!
Dr. Frank Grobe (Teutonia Aachen 1993)

