01.02.12Kommentar: Die Hetze der Ahnungslosen
Medien helfen linken und linksextremen Gruppen, Burschenschaften durchgehend als »böse Rechte« abzutun
Ehre, Freiheit, Vaterland! Wer das Leben junger deutscher Studenten einmal genauer unter die Lupe nimmt, wird schnell feststellen, daß Ehre und Vaterland ihren Platz im studentischen Leben längst an abendliche Ertüchtigung, klingelnde Smartphones und Statusnachrichten im favorisierten "Social Network" abtreten mußten. Wenig ist geblieben vom akademischen Prinzip, welches den deutschen Studenten in längst vergangenen Tagen einen ausgezeichneten Ruf verschaffte. Die Freiheit hingegen ist präsenter denn je, natürlich etliche Male interpretiert und erweitert, sodaß es sich in den fast durchweg linken Studentenstädten doch ganz angenehm lebt. Vorausgesetzt man hält nicht viel von Ehre und Vaterland. Daß sich der Wahlspruch der Deutschen Burschenschaft bis heute trotzdem in einigen Bastionen der Hochschulstädte hält, gibt Grund zur Hoffnung.
Als die Burschenschaft Germania Marburg am 22. Oktober des vergangenen Jahres zur "Sternkneipe" lädt, berichtet die ansässige "Oberhessische Presse" kurzer Hand von einem "Treffen rechter Burschenschaften in Marburg". Während die Rolle des Bösewichts im Artikel schnell verteilt ist, kommen der durchweg linke Allgemeine Studentenauschuss (Asta) sowie Sophia Stern, Pressesprecherin der "Antifa Gruppe 5" zu Wort, die die Burschenschaften rigoros als Trunkenbolde und Neonazis deklariert. Die reaktionären, rechten Burschenschaften auf der einen Seite, das Sinnbild von Toleranz und Offenheit, die Sprösslinge der linken Oberschicht, scheinbar inklusive der mehr als fragwürdigen "Antifa Gruppe 5", auf der anderen. Seriöse Berichterstattung sieht anders aus. Doch negative Berichterstattung durch uninformierte und voreingenommene Redakteure sind die Vertreter der deutschen Wertegesellschaft durchaus gewöhnt. Dass dabei oft unterschlagen wird, dass Studentenverbindungen extremer Agression linker Gruppen ausgesetzt sind, obwohl die Burschenschaften durchweg eine eher zurückhaltendes Auftreten in der Öffentlichkeit pflegen, ist für die Burschen längst Normalität geworden. Im Juni diesen Jahren beschädigten autonome Linke gleich mehrere Verbindungshäuser in Marburg, schmierten Drohungen an die Fassaden und versuchten in einem Fall sogar ein Haus in Brand zu setzen. Das Mitgefühl der Presse lies auf sich warten.
Es stellt sich die berechtigte Frage, welche Eigenschaften und Ansichten es letztendlich sind, die die deutschen Studentenverbindungen für die linke Gegenbewegung so verachtenswert machen. Während das akademische Fechten als grob militaristisch gewertet wird, der volkstumsbezogene Vaterlandsbegriff scheinbar ein rassistisches Verbrechen ungeahnter Tragweite darstellt und die innere Hirarchie für die Anhänger des verantwortungslosen Lebenswandels eine unannehmbare patriarchalische Struktur zu sein scheint, sind es doch andere Dinge, die im Unterbewusstsein der vielen lauthalsen Linken verankert sind.
Man will es sich nicht eingestehen, doch die ansässigen Studentenverbindungen verkörpern genau die Eigenschaften und Werte, die viele der angehenden Soziologen, Politologen und Sozialarbeiter nicht im Stande sind zu leisten. Es fehlt ihnen an dem nötigen Rüstzeug, dem Rückrat und den erforderlichen Charaktereigenschaften, die es möglich machen echte Verantwortung zu übernehmen, lebenslange Freundschaften zu pflegen und auch ein wenig der eigenen Freiheit für die selbst gewählte Gemeinschaft aufzugeben. Der größte und gefährlichste Feind der Burschenschaften ist jedoch die Unwissenheit. Viele Studenten im ersten Semester hatten bisher keinerlei Kontakt zu Studentenverbindungen und wissen folglich garnichts bis sehr wenig über Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften.
Weder kennen sie die teilweise gravierenden Unterschiede in Sitten, Bräuchen und allgemeinen Wertevorstellungen der jeweiligen Verbände, noch die wahren Prinzipien der deutschen Burschen. Es verwundert daher natürlich kaum, dass die Gerüchteküche, angefacht von linken Studentengruppen, ordentlich brodelt. Doch wer soll es den Studienanfängern verübeln. Oft starten sie in ein völlig neues und erstmals unabhängiges Leben, verlassen die jahrelange Heimat und sind zunächst orientierungslos. Für linke Gerüchtestreuer kommt dieser Umstand natürlich sehr gelegen, denn durch falsche Informationen, Gerüchte und ein Großteil an eigener Traumwelt versuchen sie schon zu Beginn des Studiums in gut und böse zu unterteilen.
Welche Rolle die Studentenverbindungen dabei einnehmen, ist rhetorischer Natur. Daß Bursche sein auch bedeutet angemessenes Verhalten zu lernen, sich geschichtlich zu bilden oder deutsche Kulturgüter wie das Tanzen, Musik oder Literatur zu pflegen, ist der Allgemeinheit nicht bekannt. Es ist wahrlich traurig, dass ein Großteil der sogenannten akademischen Elite einen Feldzug gegen die Werte führt, die einst ihr heutiges Bestehen überhaupt ermöglichten.
Der Artikel erschien zuerst in der Preußischen Allgemeinen Zeitung und wurde uns vom Autor freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

