20.12.11Bericht: Fuxmajor-Treffen am Burschentag 2011

Die Teilnehmer des Seminars, als Referent Rechtsanwalt Carsten Engelhardt.

Unter dem Logo des tonangebenden burschenschaftlichen Korporationsverbandes entwickelt sich eine zunehmend konstruktive Arbeit.
Eine Neuigkeit auf dem heurigen Burschentag war das von Verbandsbruder Dr. Bruno Burchhart (Olympia Wien), initiierte Fuxmajor-Treffen: In der gut besuchten Veranstaltung gab es zunächst zwei Eingangs-Referate: Verbandsbruder Burchhart erläuterte in seinen Ausführungen über „Sinn der Fuxen-Erziehung“ zunächst, daß die von den Burschenschaften erkämpften Freiheits-Rechte bedroht sind: Meinungsfreiheit durch politische Korrektheit, Presse-Freiheit durch „Mainstream“ und Verschweige-Spirale, Versammlungsfreiheit durch Couleur-Häuser-Bedrohung, persönliche Freiheit durch den Überwachungsstaat. Eine geistige Bedrohung stellt die fortschreitende Umerziehung der Jugend infolge der Wertumdrehung durch die 1968-er dar. Daher ist es wichtig, die Jugend mit den burschenschaftlichen Werten, die man sonst kaum kennenlernt, vertraut zu machen. Da der Fuxmajor hierbei eine entscheidende Aufgabe innerhalb jedes Bundes hat, sollte es Aufgabe des Verbandes sein, ihm hilfreich zur Seite zu stehen, wozu er einige Vorschläge brachte.
Der ehemalige Sprecher der Deutschen Burschenschaft, Verbandsbruder Carsten Engelhardt (Normannia Heidelberg) sprach anschließend über „Fuxen-Erziehung im Zeichen des Bologna-Prozesses“: Da die Aktiven bei etlichen Studienrichtungen dem Bund aufgrund des Bachelor-Studiums nurmehr nur noch drei Jahre zur Verfügung stehen, ist eine intensive Betreuung not-wendig. Müssen diese doch in die Ideenwelt eingeführt, für Leitungsfunktionen vorbereitet und auch zur Vertretung der Werte im weiteren Leben ausgebildet werden.
Bei den notwendigen Themen kann in der Heranbildung kaum gekürzt werden. Daher ist es notwendig, eventuell Kurz-Zusammenstellungen über das burschenschaftliche Weltbild zu haben. Auch zum Beispiel Grundlagen über Lern-Techniken in Bund und für das Studium gilt es zu erwerben. Dadurch kann unter anderem Studium und Bundesleben leichter unter einen Hut gebracht werden. In der lebhaften Aussprache über die Tätigkeit des Fuxmajors und die Fuxen-Erziehung brachten die Teilnehmer zum Ausdruck, daß heutzutage eine Heranbildung immer schwieriger wird. Ideenwelt- und Geschichts-Vermittlung sind ebenso wie Einordnungsfragen Hauptprobleme.
Zudem wurden die Anforderungen an Fuxmajore diskutiert. Der Wunsch nach Erstellung einer Fuxenmappe als Service-Leistung des Gesamtverbandes war allgemein. Als weiteres Ergebnis dieser zukunftsträchtigen Veranstaltung darf die Aufforderung gewertet werden, daß solche Treffen in Zukunft weiter stattfinden sollen.
Weiteres Vorgehen und Ergebnisse:
Geäußert wurde der Wunsch nach Weiterführung der Fuxmajor-Treffen an künftigen Burschentagen, der Wunsch nach Erstellung einer DB-Fuxmajor-Mappe, der Wunsch nach Liedermappen und weiteren Informationsmaterialien. Der DB-Bildungsbeauftragte wird die Fertigung solcher Materialien prüfen und in die Wege leiten.
Dr. Bruno Burchhart (Olympia Wien 1960, DB-Bildungsbeauftragter)
