15.08.11Deutsche Burschenschaft verurteilt Maueropfer-Verhöhnung durch Linkspartei
Die Deutsche Burschenschaft verneigt sich vor den Opfern der Mauer und der Teilung.
Vor fünfzig Jahren, am 13. August 1961, besiegelte die DDR mit der Errichtung einer 168 km langen Schandmauer nicht nur die Teilung Berlins, sondern auch Deutschlands. Der Mauerbau wurde auf Geheiß der SED-Führung betrieben und umgesetzt. Die militärisch gesicherte Grenze spaltete nicht nur eine Stadt, sie trennte auch Familien, Freunde und Nachbarn. Die wirtschaftlich bereits am Boden liegende sozialistische Diktatur versuchte die ökonomische Auszehrung mittels Zurückhaltens des Flüchtlingsstroms zu stoppen. Durch ein ausgeklügeltes Sperrsystems aus Mauern, Panzersperren, Zäunen und Todesstreifen mit Wachtürmen und Selbstschussanlagen wurde ein Teil des deutschen Volkes – immerhin 17 Millionen Menschen – für 28 Jahre ein- und von der freien Welt ausgesperrt. Mehr als 136 Menschen kamen an der Berliner Mauer zu Tode bei dem Versuch, in die Freiheit zu gelangen. An der innerdeutschen Grenze gab es insgesamt 1065 Todesopfer. Hinter der Mauer fristeten 17 Millionen Deutsche in einem Unrechtsstaat ihr Dasein, drangsaliert von der Stasi, wenn sie sich gegen das totalitäre DDR-System auflehnten.
Als erste Freiheitsbewegung Deutschlands setzt sich die Deutsche Burschenschaft seit 1815 für die Freiheit aller Deutschen ein. Die Deutsche Burschenschaft gehört zu den wenigen überparteilichen Gruppierungen, die in den Jahren der Teilung immer an die Wiedervereinigung Deutschlands geglaubt hat. Mittels öffentlichen Veranstaltungen, Petitionen und Aktionen (u.a. Nachbau der Berliner Mauer in Aachen, 1967) versuchte sie immer wieder, auf den SED-Unrechtsstaat hinzuweisen. Einzelne Burschenschafter sowie andere Korporierte waren zudem in den 1960er Jahren als Fluchthelfer in Berlin
tätig.
Bundespräsident Christian Wulff hat es in seiner Rede am 13. August 2011 in Berlin auf den Punkt gebracht, als er sagte, dass sich „viele an die Mauer gewöhnt, viele sie verharmlost“ hätten. Empörend ist, dass Teile der politischen Erben der SED-Mauerbauer, die aus den Resten der SED gewandelte "Linkspartei“, bis heute die Opfer der Mauer verhöhnt und versucht, die Geschichte mit Propagandalügen zu verklären. So erklärt die Linkspartei-Vorsitzende Lötzsch den Mauerbau zur „logischen Folge“ des Weltkrieges. In den Augen vieler alter SED-Nostalgiker ist der Mauerbau eine „Friedenstat“. Die der „Linken“ politisch nahestehende Zeitung „Junge Welt“ geht mit ihrer widerlichen DDR-Verklärung noch weiter. Das ehemalige FDJ-Organ hat sich auf ihrer Titelseite am 50. Jahrestag des Mauerbaus für „28 Jahre Friedenssicherung in Europa“. Besonders perfide und widerlich ist es, dass sich das linksextreme Medium „für 28 Jahre (Stasiknast) Hohenschönhausen ohne Hubertus Knabe“ bedankt. Der Historiker Knabe, Direktor der heutigen Gedenkstätte Hohenschönhausen, hat die „Junge Welt“ daraufhin zu recht mit dem NS-„Stürmer“ verglichen. In der Linkspartei und ihr nahestehenden Medien sind zahlreiche ehemalige Stasi-Mitarbeiter tätig, die großes menschliches Leid verursacht haben. Die Deutsche Burschenschaft verurteilt die Geschichtsfälschung der Linkspartei. Sie und ihre Handlanger zeigen, dass sie nicht in der Demokratie angekommen sind und aus der Geschichte nichts gelernt haben.
Die Deutsche Burschenschaft fordert vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), seinen Worten auch Taten folgen zu lassen. Wenn es für ihn „ganz klar sein muss, dass es im Hinblick auf die Mauer und ihre Erbauer keinen Raum für Nostalgie oder gar Verständnis gibt“, dann sollte er die Landesregierung mit den Postkommunisten sofort auflösen und auch den Berliner Verfassungsschutz diese Partei observieren lassen.
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