Suche & Recherche

erweiterte Suche  

17.05.11Kunst für Deutschland

 

Unermeßlich waren die Kulturverluste, welche Deutschland in und nach dem Zweiten Weltkrieg erlitt: von Königsberg bis Lindau, von Straßburg bis Wien fielen ungezählte Zeugen deutscher Kunst und Kultur der Zerstörung, Plünderung oder planmäßigem Kunstraub seitens der Kriegsgegner anheim, vielfach bis heute widerrechtlich in ausländischen Gewahrsam.

Umso erfreulicher vor diesem Hintergrund ist eine kürzliche Kunstrettung in München! Dort gelangte im Mai das Hauptwerk des bekannten fränkischen Malers Oskar Martin-Amorbach (1897-1987, Meisterschüler  von Franz von Stuck) zur Versteigerung: ein großformatiger (118 x 155 Zentimeter) Frauenakt, noch im originalen bemalten Rahmen der Zeit. Schon bei der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1940 ein Publikumsliebling, wurde die „Bauerngrazie“ seinerzeit - „Die Kunst dem Volke!“ - in unzähligen Wiedergaben  verbreitet.

Kein Wunder also, daß  Angloamerikaner und Franzosen von weither eigens anreisten, um sich dieser Berühmtheit zu bemächtigen.  Doch gelang es einem unserer Verbandsbrüder, der Bieterfront im Saal Paroli zu bieten: er ersteigerte das Kunstwerk und verhinderte so eine „feindliche Übernahme“ ins Ausland. Der berühmte Akt ist angeblich eine „Ikone der NS-Kunst“. Dies störte den Angehörigen des Schwarz-Weiß-Roten Kartells (Frankonia Erlangen, Germania Halle zu Mainz und Germania Hamburg) wenig: ihm hatte es die „betont lineare, gotisch herbe Formenstrenge“ (Richard Scholz) der Darstellung angetan…