29.11.09Neues Historisches Museum in Breslau
Die schlesische Metropole Breslau ist seit dem Frühjahr 2009 um eine geschichtliche Attraktion reicher. Mitte April 2009 wurde in den Räumen des einstigen preußischen Königsschlosses Friedrich des Großen in Breslau ein neues historisches Museum eröffnet. Das Schloss wurde in einer achtjährigen Bauzeit mit EU-Mitteln saniert und beherbergt jetzt neben außergewöhnlichen Kunstschätzen des Königs eine Dauerexposition mit dem Titel „1000 Jahre Breslau“. In dem dreiflügeligen Bau kann man jetzt über 3.000 Exponate zur 1000-jährigen Geschichte und Kunstwerke von Breslau in Augenschein nehmen. Die Abteilungen mit verschiedenen Sonderausstellungen sind: Das altertümliche Schlesien - Steinzeit und Anfang der Bronzezeit. Das altertümliche Schlesien - Bronzezeit und Eisenzeit. Das mittelalterliche Schlesien. Die volle Bauernhütte (aus dem Frühmittelalter), Galerie berühmten Breslauer, sowie eine Abteilung des alten jüdischen Friedhofs. Die ehemaligen königlichen Wohnräume im Mittelteil des Schlosses sind ebenfalls Teil des Museumsrundgangs. Der Sitz des Museums war ursprünglich 1719 für Baron Heinrich von Spätgen erbaut worden. Später übernahm der Preußenkönig Friedrich II. das Gebäude und ließ es zur königlichen Residenz umwandeln. Unter seinem Nachfolger Friedrich Wilhelm II. ergänzte der berühmte Baumeister Carl Gotthard Langhans die beiden Seitenflügel. Der im 19. Jahrhundert erbaute Südflügel wurde nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg abgetragen, das dreiflügelige Schloss dagegen ab Mitte der 50ger Jahr im Barockstil wieder aufgebaut. Das neue Museum befindet sich auf der Chaussee „ul. Kazimierza-Wielkiego 35“. In Breslau gibt es neben dem nun neuen Historischen Museum auch noch fünf weitere Museen. Und zwar, das Archäologisches Museum, das Museum der Bürgerlichen Kunst, das Museum der Militaria, das Museum der Medaillenkunst, und das Museum der Friedenshofkunst.
Mehr Informationen über das neue Historische Museum und seine darin enthaltene Sammlungen, als auch über Breslau selbst, können über die Internetportale www.mmw.pl und www.wroclaw.pl in polnischer, deutscher und englischer Sprache eingeholt werden.
Dr. Siegfried Santura (Raczeks Breslau zu Bonn 2006)

