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Heftarchiv der Burschenschaftlichen Blätter

BBL 2/2005

 

Burschenschaftliche Blätter, Ausgabe 2/2005
Schwerpunktthema: Friedrich Schiller

  • Grußwort des Oberbürgermeisters zum Burschen- und Altherrentag
  • Deutsche Burschenschaft und Friedrich Schiller (1759-1805)
  • Schiller und Burschenschaft
  • Aennchen Schumacher, die Lindenwirtin
  • Der vergebliche Kampf um die Wende von 1933
  • Vor 70 Jahren: Der Insignienstreit an der Prager Universität
  • Gedanken am Thomastag zur deutschen Erinnerungskultur
  • und weitere Aufsätze

Grußwort des Oberbürgermeisters der Wartburgstadt Eisenach
von Oberbürgermeister Gerhard Schneider
Eisenach hat viele Gesichter: Die Wartburgstadt, die Stadt Johann-Sebastian Bachs, die Stadt Luthers und natürlich auch die Stadt des Burschenschaftsdenkmals. Als Oberbürgermeister heiße ich Sie, die Deutschen Burschenschafter, in Eisenach aufs herzlichste willkommen! Ich wünsche Ihnen einen recht angenehmen Aufenthalt am Fuße des Thüringer Waldes und hoffe, daß Sie bei Ihrem Burschentag 2005 viele interessante Gespräche führen und viele nette Begegnungen haben werden.


Deutsche Burschenschaft und Friedrich Schiller (1759-1805)
von Harald Lönnecker
Aufgrund des 200. Todesjahres wird in diesem Leitaufsatz das Wesen und Wirken von Friedrich Schiller innerhalb der Deutschen Burschenschaft detailliert dargestellt.


Schiller und Burschenschaft
von Bruno Burchhart
Anläßlich des heurigen 200. Todesjahres feiert die gesamte Deutsche Burschenschaft mit ihren Freunden den unsterblichen deutschen Dichterfürsten mit einem Fest-Symposium und einem Fest-Kommers in der geschichtsträchtigen Wiener Hofburg. Ist Friedrich Schiller doch wesentlicher Motor dessen, was der Wahlspruch "Ehre, Freiheit, Vaterland!" beinhaltet!


Aennchen Schumacher, die Lindenwirtin - zu ihrem 145. Geburts- und 70.Todestag
von Harald Lönnecker
Einige wenige Burschenschafter fanden sich auf dem Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhof ein, um am Grab Anna Sibilla Schumachers (1860-1935), der "Lindenwirtin von Godesberg", zu gedenken. Das "Aennchen", wie sie meist nur genannt wurde, war zur Lindenwirtin geworden durch eine Zusatzstrophe des von Rudolf Baumbach (Verbindung Lipsia Leipzig) 1877 gedichteten und von Franz Abt vertonten Liedes "Keinen Tropfen im Becher mehr".


Der vergebliche Kampf um die Wende von 1933 am Beispiel der Universität Rostock
von Karl Heinrich Krüger
Zu den Vorwürfen, die den studentischen Korporationen noch heute gemacht werden, gehört es, ihnen ein gerüttelt Maß Schuld an der Wende zum Nationalsozialismus zuzuschreiben. Hätten nicht gerade Akademiker die Katastrophe voraussehen und abwenden müssen? Obwohl bekannt ist, daß nationalistische und antiparlamentarische Strömungen in den meisten deutschen Milieus verbreitet waren, haben wir es schwer, zu entgegnen. Vielleicht können die hochschulpolitischen Vorgänge vom Winter 1932/33 an der Universität Rostock dazu beitragen, das Bild aufzuhellen und Entlastung zu schaffen.


Vor 70 Jahren: Der Insignienstreit an der Prager Universität
von Christian Oppermann
In der häufig spannungsgeladenen Geschichte der Universität Prag kam es 1934 zu besonderen Eskalationen, die nach ihrem Gegenstand als "Insignienstreit" bezeichnet wurden und im Wintersemester 1934/35 ihren Höhepunkt fanden, in dem die Herausgabe der Insignien von der Deutschen Universität Prag an die Tschechische Universität Prag mit aller Macht betrieben wurde. Die gesamte deutsche Studentenschaft mit allen Prager Korporationen widersetzte sich dem Herausgabebegehren. Alle Protagonisten aus den Reihen der Prager Burschenschaft Arminia zu Bochum sind inzwischen verstorben. Aus Zeitgeschichte ist endgültig Geschichte geworden. Was zur Überlieferung bleibt, sind Erzählungen der damaligen Aktiven und die wenigen schriftlichen Quellen.


Gedanken am Thomastag zur deutschen Erinnerungskultur
von Hans Merkel
Mit dem Thomastag läuten Studenten hier in Nürnberg seit alters her die Weihnachtsferien ein. Weihnachten, ein Fest der Familie und des Friedens, führt uns weg vom lauten Alltag, hinein in eine Atmosphäre der Stille, der Besinnlichkeit, des Kraftschöpfens und der Liebe. Kurz vorher aber gibt uns der Thomastag noch ein anderes Signal - ein Signal, das für jeden Tag unseres Lebens gültig ist. Der dem Apostel Thomas, dem - wie es heißt - "ungläubigen Thomas" gewidmete Tag sagt uns, daß das Streben nach Erkenntnis, nach Wahrheit, die kritische Prüfung all dessen, was gesagt wird, normal menschlich ist und niemand deswegen verdammt wird.