Heftarchiv der Burschenschaftlichen Blätter
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| Burschenschaftliche Blätter, Ausgabe 3/2003
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Ein reines Herz wiegt alle Schurken auf...
Günther Schmidt Führer und Führerqualitäten bei Walter Flex: In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist wohl kein anderes deutsches Wort in Deutschland so oft gesprochen, gerufen, gestammelt, gebrüllt, gedruckt, geschrieben worden wie das Wort "Führer", in der zweiten wohl keines so oft gewispert, gestöhnt, verflucht, gestammelt und - vermieden worden. "Der Führer" - das war nicht schlechthin eine Vokabel, das Wort war ein personifizierter Begriff geworden, mehr noch, es war die Inkarnation einer Ideologie, einer verheerenden, einer vernichtenden, einer verachtenden, kurz einer unmenschlichen, vertierten Ideologie, und alle Grausamkeiten des Naziregimes, alle Folterpraktiken in den Konzentrationslagern, ja die zu Millionen zählenden sinnlosen Opfer eines sinnlosen Krieges bilden heute noch die unausgesprochenen Attribute des Begriffes.
Die Sammlung Walter Flex im Stadtarchiv Eisenach
Bernd Jeschonnek
Geboren 1887 in Eisenach als Sohn des Gymnasialoberlehrers Dr. Rudolf Flex (Arminia a.d. Burgkeller Jena, Anstoßgeber und erster Vorsitzender des Vereins zur Errichtung des Burschenschaftsdenkmals) und dessen Ehefrau Margarete, wuchs Walter Flex mit den drei Brüdern Konrad, Martin und Otto auf. In religiös-nationalem Sinn erzogen, legte er Ostern 1906 am Karl-Friedrich-Gymnasium in Eisenach die Reifeprüfung ab. In Erlangen, sodann in Straßburg studierte er Germanistik und Geschichte. In Erlangen trat Walter Flex der Burschenschaft Bubenruthia bei, einer Verbindung, die Christentum, Deutschtum und burschenschaftliche Traditionen mit nationalistischen und rassisch-sozialdarwinistischen Gedanken verband.
Meine Begegnungen mit Walter Flex
Günter Schmidt
Meine erste Begegnung mit Walter Flex, dem Namen Walter Flex, fällt in den November des Jahres 1945, als wir die wenigen Habseligkeiten, die aus dem zerstörten Pfarrhaus einer zerstörten Kleinstadt gerettet werden konnten, in dem neuen Zuhause - einem bescheidenen Pfarrhause eines friedlichen Dörfchens - endlich ordnend platzieren konnten.
Kulturprogramm des Burschentages 2003
Bernhard Schroeter (Arminia a. d. B. Jena 1966)
Wie in den Jahren zuvor hatte Frau Kniese, Gattin von Verbandsbruder Arnd Kniese (Arminia Hannover) wieder am vorletzten Nachmittag des Burschentages eine Besichtigung in Eisenach organisiert. Dieses Jahr war der Besuch bei einem Glasbläser vorgesehen...
Deutsche Burschenschaft gedenkt des 50. Jahrestages des Volksaufstandes
Thorsten Elsholtz (Gothia Berlin 1991)
Insgesamt fast 200 Burschenschafter haben in der dritten Juniwoche in Berlin auf mehreren Veranstaltungen der Opfer des 17. Juni 1953 gedacht. Ausrichter war die Berliner Burschenschaft Gothia, unterstützt vom Berliner Burschenschafter-Stammtisch, der VAB Berlin, der Burschenschaftlichen Gemeinschaft und der Vorsitzenden Burschenschaft.
Die Alte Rostocker Burschenschaft Obotritia - Vorstellung der neuen Vorsitzenden Burschenschaft
Auf dem Burschentag des Jahres 2003 wurde die Alte Rostocker Burschenschaft Obotritia zur Vorsitzenden Burschenschaft der Deutschen Burschenschaft für das Geschäftsjahr 2003/04 gewählt. Die Übernahme der Geschäfte erfolgte von der Vorgängerin zum 1.8.2003. Damit übernimmt die Alte Rostocker Burschenschaft Obotritia nach 1904 zum zweiten Mal den Vorsitz. Sie ist nach der Wiedervereinigung der erste mitteldeutsche Bund, der sich zu diesem Schritt entschlossen hat.
GfbG startet neue Vortragsreihe während des Burschentages
Wolfgang Gäbler (Cheruscia Dresden)
Historisch interessierten Verbandsbrüdern wurde am diesjährigen Burschentag von der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung etwas Neues dargeboten. Am Samstag fand um 14 Uhr in einem Nebenraum der Assmannhalle eine Tagung statt, bei der drei Vorträge zu Gehör kamen.
Bombenanschlag auf Haus der Burschenschaft Gothia Berlin
Thorsten Elsholtz (Gothia Berlin 1991)
In den frühen Morgenstunden des 11. Juni 2003 haben unbekannte Täter einen Anschlag auf das Haus der Berliner Burschenschaft Gothia verübt. In unmittelbarer Nähe einer großen Fensterfront wurde eine Brandbombe unter einem Auto gezündet. Das Fahrzeug wurde dabei teilweise zerstört; die zuständige Versicherung hat glücklicherweise unbürokratisch reagiert und schon wenige Stunden später die volle Übernahme der Schadenssumme garantiert.
Menschenleben gefährdet - nur massives Sicherheitsglas verhinderte Personenschäden in Hamburg
Hannes Pölzer
Vermummte Autonome griffen in der Nacht zum 19. Juli um 0.20 Uhr das Haus der Hamburger Burschenschaft Germania in der Sierichstraße in Hamburg-Winterhude an. Die Fenster wurden von schweren Wurfgeschossen getroffen. Außerdem schleuderten die Angreifer zahlreiche Flaschen mit einem Gemisch aus Farbe und Säure gegen die Front des Hauses. Zuvor errichteten die Täter in der Sierichstraße eine Barrikade.

