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Heftarchiv der Burschenschaftlichen Blätter

BBL 3/2001

 

Burschenschaftliche Blätter, Ausgabe 3/2001
Schwerpunktthema: Burschentag 2001

• außerordentlicher Burschentag in Marburg
• Bericht vom Burschen- und Altherrentag
• Kulturprogramm des Burschentages 2001
• Julius Mosen und Deutschlands vergessene Freiheit
• und weitere Aufsätze

Erfolgreicher außerordentlicher Burschentag in Marburg an der Lahn
von Wolfgang Gäbler (Aachen Dresdner Burschenschaft Cheruscia)
Am 7. April 2001 fand in Marburg an der Lahn der vom Burschentag 2000 beschlossene außerordentliche Burschentag statt. Einziger Tagesordnungspunkt war, für die burschenschaftlichen Liegenschaften in Eisenach eine finanziell tragfähige und die Zukunft sichernde Lösung zu finden. Ein ebenfalls vom Burschentag 2000 gewählter Sanierungsausschuß hatte hierfür ein umfassendes Konzept erarbeitet. Nach Einfügung einiger weniger Änderungen stimmten die Mitgliedsvereinigungen der Deutschen Burschenschaft in Marburg dem Konzept mit überwältigender Mehrheit zu. Die in den Sanierungsausschuß gesetzten Hoffnungen haben sich damit voll erfüllt, und der außerordentliche Burschentag 2001 wird als erfolgreicher Burschentag in die Annalen der Deutschen Burschenschaft eingehen.


Bericht vom Burschen- und Altherrentag in Eisenach vom 7. bis 10. Juni 2001
von Walter Egeler (Hohenheimia Stuttgart 1968, EM Arminia zu Leipzig 2000)
Auf dem Burschentag in Eisenach wurden die finanziellen Probleme, die sich in den letzten beiden Jahren aufgrund der ungenügenden Eigenkapitalausstattung der Berghotel Burschenhaus GmbH in Eisenach ergeben hatten, gelöst. Des weiteren wurde eine Organisationsreform verabschiedet, die die Führung des Verbandes verschlankt und damit zukunftsfähig macht. Für ihre hervorragende Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr wurde die Marburger Burschenschaft Rheinfranken mit besonderem Dank und Anerkennung entlastet.


Kulturprogramm des Burschentages 2001
von Bernhard Schroeter (Germania Jena 1966)
Eine ganze Reihe von Burschenschaftern und deren Damen nahm auch in diesem Jahr am wieder angebotenen Kulturprogramm teil. Im Mittelpunkt standen Leben und Wirken von Philipp Melanchthon, Fritz Reuter, das einzigartige Eisenacher Villenviertel und Rudolf Baumbach, der Schöpfer des Burschenschafterliedes.


Julius Mosen und Deutschlands vergessene Freiheit
von Detlev Storz (Germania Jena 1966)
Tiefe Vaterlandsliebe, eine aufrechte demokratische Haltung und tätige Sympathie für die Freiheitsbewegungen seiner Zeit zeichnen den Dichter und Dramaturgen Julius Mosen aus. Sein Andreas-Hofer-Lied wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Tiroler Landeshymne. Sonst aber sind Leben und Werk des einst gefeierten Dichters heute nahezu vergessen. Zwei Gedenktage im nächsten und übernächsten Jahr geben Anlaß, sich des getreuen Burschenschafters zu erinnern.