Heftarchiv der Burschenschaftlichen Blätter
Student in Rostock vor 65 Jahren
Altes Herz wird wieder jung bei solch einer Erinnerung
von Adalbert Münchmeyer (Redaria Rostock 1930, Redaria-Allemannia Rostock, Alemannia-Königsberg zu Kiel)
Zu Beginn der 30er Jahre hatte die Universität Rostock einen Namen, der weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt war. In den Bürgerhäusern der Stadt zeigte sich die gediegene Wohlhabenheit einer alten Hansestadt. Studenten fanden in den Korporationen zu Freundschaften, die ein Leben lang hielten.
Die Universität Rostock bietet exzellente Forschungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten
Gespräch zwischen Gerhard Maeß und Mitgliedern der Alten Rostocker Burschenschaft Obotritia
Die Universität Rostock bietet den Studenten ein breites Fächerspektrum. In den letzten Jahren wurde eine ganze Reihe interdisziplinärer Studiengänge geschaffen. Mit rund 50 ausländischen Partner-Universitäten wurden Kooperationsabkommen geschlossen. Im sogenannten Nordverbund realisieren mehrere Universitäten gemeinsame Forschungsvorhaben.
Obotritia und Redaria � die beiden Rostocker Burschenschaften
von Jürgen Hinrichs I (Alte Straßburger Burschenschaft Alemannia zu Hamburg 1955, Redaria-Allemannia Rostock)
Rostock hat seine beiden Burschenschaften wieder. Sowohl die Obotriten als auch die Redaren sind aus Hamburg, das nach dem Zweiten Weltkrieg für beide Bünde zur zweiten Heimat geworden war, an die Warnow zurückgekehrt, Obotritia allein, Redaria als Redaria-Allemannia. Für alle Mitglieder beider Burschenschaften gelten nun wieder die Verse des Redaren Bernhard Goesch, des früheren stellvertretenden Bischofs der Mecklenburgischen Landeskirche: "Wir grüßen Dich froh, akademische Welt, Dich, Rostock, Du siebengetürmte." "Hei, för de Warnow sünd wi kloar und Di, ol Vagel Griep!" John Brinkmann.
"Je, Rostock!" � Der Beitrag Mecklenburgs zur burschenschaftlichen Geschichte
von Wolfgang Müller-Michaelis (Obotritia Rostock 1958)
Der Beitrag Rostocks und Mecklenburgs zur Geschichte der Burschenschaft ist größer als gemeinhin bekannt. So erscheint der Name "Burschenschaft" im deutschen Sprachraum erstmals 1781 in Rostock, und von den drei mit ihren Bildnissen auf dem Denkmal des Urburschen in Jena verewigten Urburschenschaftern stammen zwei, Karl Horn und Heinrich Arminius Riemann, aus Mecklenburg.
Studentenleben in Rostock
von Tilman Lamberg (Hannovera Göttingen 1993, Redaria-Allemannia Rostock 1994)
Ein Gang durch Rostocks Straßen zeigt, daß sich in der alten Hansestadt ein vielfältiges Angebot an Kunst und Kultur, Kneipen und Cafés herausgebildet hat. Studenten finden zu jeder Tages- und Nachtzeit Möglichkeiten, ein paar Stunden von den Mühen des Studiums auszuspannen.
Fritz Reuter � Burschenschafter und Volksschriftsteller: Zur ästhetisch-literarischen
Wirksamkeit der burschenschaftlichen Bewegung im 19. Jahrhundert
von Michael Bunners (Redaria-Allemannia Rostock)
Bereits bei Theodor Fontane setzt die bis heute reichende literarische Wirksamkeit des am 15. Juli 1874 in Eisenach verstorbenen Fritz Reuter ein. Sein Leben und sein Werk wurden dabei geprägt von seiner Zugehörigkeit zur Burschenschaft.
Carl Wilhelm von Zehender:
Begründer der Augenheilkunde und Wegbereiter der Universitäts-Augenklinik in Rostock
von Alfred Thullen (Arminia a. d. B. Jena 1932)
Der Burschenschafter Carl Wilhelm von Zehender hat an der Universität Rostock die Augenheilkunde begründet und nach langen Auseinandersetzungen den Bau der Universitäts-Augenklinik erreicht. Im Jahre 1886 berichtete er erstmals über den Einsatz der von ihm und Westien entwickelten "Binokularen Cornealoupe", wofür er heute als der Vater der Mikrochirurgie geehrt wird.
Theodor Sonnemann � ein Rostocker Burschenschafter im Strom unseres Jahrhunderts
von Hein-Dirk Hinrichs II (Alte Straßburger Burschenschaft Alemannia und Rostocker Burschenschaft Redaria zu Hamburg 1987, Redaria-Allemannia Rostock)
Eine große Zuneigung zur Stadt Rostock, seiner Universität und zur Rostocker Burschenschaft Redaria dokumentiert in seinen Lebenserinnerungen Theodor Sonnemann. Im Jahr 1919 bei Holzminda Göttingen aktiv geworden, wechselte er später nach Rostock und nahm als zweites Band noch das Redarenband auf. Auch als langjähriger Staatssekretär im Bonner Landwirtschaftsministerium und späterer Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes hat er sich stets zur Burschenschaft bekannt.
Sommer '98 in Nordostpreußen
von Walter Egeler (Hohenheimia Stuttgart 1968)
Die Deutsche Burschenschaft unterstützt seit einigen Jahren rußland-deutsche Familien im nördlichen Ostpreußen. Auch wenn die wirtschaftliche und soziale Situation dort wie in ganz Rußland an einem Tiefpunkt angelangt ist, besteht die begründete Hoffnung, daß die Deutsche Burschenschaft mit ihrer Hilfe dazu beiträgt, daß eine Handvoll Menschen in diesem Gebiet eine Existenz aufbauen kann.
Bericht vom Burschen- und Altherrentag in Eisenach vom 4. bis 7. Juni 1998
von Walter Egeler (Hohenheimia Stuttgart 1968)
Auf dem Burschen- und Altherrentag 1998 hat die Deutsche Burschenschaft beschlossen, in Zukunft auch Studenten von Fachhochschulen aufzunehmen. Des weiteren hat sie einen Antrag zur Hochschulpolitik verabschiedet, in dem u. a. die Einführung eines deutschlandweiten Zentralabiturs gefordert wird. Die Deutsche Burschenschaft wird eine Wanderausstellung konzipieren, die auf objektiven Quellen beruht und der Wehrmacht und ihren Soldaten gerecht wird.

